Bau dir deine Tools
mit Claude.
Dein Mitgliederbereich, dein Testimonial-Widget, deine Wunsch-Software – ohne selbst Entwickler zu sein.
Du bist hier richtig,
wenn du auch schon mal dachtest …
- „Über 1.000 € im Jahr für ein Tool, von dem ich die Hälfte gar nicht nutze?"
- „Das eine Feature, das ich wirklich brauche, gibt's natürlich erst im nächstteureren Plan."
- „Ich hätte gern Software, die genau so arbeitet wie ich. Aber die gibt's nirgends zu kaufen."
- „Keine Ahnung, ob dieses Widget auf meiner Seite überhaupt DSGVO-konform ist."
- „Selbst bauen? Ich kann doch gar nicht programmieren."
Heute lernst du …
- Wie du erkennst, welche deiner Software-Abos du durch ein eigenes Tool ersetzen kannst – und welche besser nicht.
- Wie du ein Tool baust, ohne eine Zeile Code zu schreiben – nur durch Beschreiben.
- Wie du mit /goal + Definition of Done arbeitest, damit die KI so lange nachbessert, bis dein Tool wirklich fertig ist.
- Warum du Technik-Entscheidungen (Datenbank, Hosting & Co.) getrost der KI überlassen darfst.
- Mit welchen zwei Gratis-Erweiterungen Claude zum Profi-Entwickler und Designer wird.
- Warum du nie wieder Angst haben musst, etwas kaputtzumachen – dein Sicherheitsnetz GitHub.
- Wie du dein Tool absicherst und DSGVO-konform betreibst (keine Rechtsberatung).
- Was mein eigener Mitgliederbereich wirklich gekostet hat – ehrliche Zahlen.
Alles ist nur noch einen Prompt entfernt.
Du brauchst keinen Entwickler, keine Agentur – und kein teures Abo, bei dem dein Feature-Wunsch seit Jahren auf der Warteliste steht.
Die Software deiner Träume musst du nicht mehr suchen. Du beschreibst sie einfach.
Die Börse hat es auch schon gemerkt.
Das ist keine Spinnerei von ein paar Technik-Nerds. Anfang 2026 haben Anleger weltweit Milliarden aus Software-Aktien abgezogen – aus Angst, dass klassische Software-Tools reihenweise überflüssig werden, weil KI sie ersetzen kann. Der Auslöser? Ausgerechnet: neue Claude-Funktionen.
Vereinfachte Darstellung · S&P 500 Software & Services Index, Januar–April 2026 · Quellen: Reuters, CNBC, Fortune
Eine Abo-Rechnung. Anderthalb Tage. Mein eigenes Tool.
Die Verlängerung meines MemberSpot-Accounts stand an – über 1.000 € pro Jahr für meinen Mitgliederbereich. Statt zu verlängern, habe ich Claude beschrieben, was ich brauche. Anderthalb Tage später lief meine eigene Kursplattform – genau so, wie ich sie immer haben wollte.
Drei Beispiele aus meiner Praxis.
Es geht nicht nur ums Geld. Es geht darum, dass fertige Tools fast passen – und du mit dem Rest leben musst. Beim eigenen Tool lebst du mit gar nichts mehr. Drei echte Fälle von meiner eigenen Website:
Ein Häkchen für 300 € Aufpreis im Jahr.
Ich wollte immer die Sterne-Vorschau bei Google (Rich Snippets) – dass unter meinem Suchergebnis die Bewertungssterne erscheinen. Mein Testimonial-Tool Senja kann das … aber erst im 590-€/Jahr-Plan. Ich war auf dem 290-€-Plan, und 300 € extra für dieses eine Feature waren es mir nie wert. Also: jahrelang verzichtet.
In meinem eigenen Testimonial-Widget war das ein Prompt. Jetzt hab ich die Sterne.
Das Logo, das da gar nicht sein durfte.
Ich sammle meine Bewertungen vor allem auf Trustpilot. Trustpilot schließt in seinen AGB aber explizit aus, dass man ihr Logo einfach so verwendet. Die Senja-Widgets haben den Trustpilot-Stern trotzdem überall angezeigt – sah gut aus, war aber ein Verstoß gegen deren Bedingungen.
Mein eigenes Widget zeigt jetzt einen ganz normalen Stern, grün eingefärbt. Kein fremdes Logo, kein Verstoß – komplett sauber. (Und falls Trustpilot ihr Grün geschützt haben sollte: Farbton leicht abwandeln ist … genau, ein Prompt.)
Die Schriften, die heimlich zu Google telefonierten.
Die Senja-Widgets haben ihre Schriften direkt von Google-Servern geladen. Dabei wird die IP-Adresse deiner Besucher an Google übertragen – und das ist, wie viele von euch wissen, ohne Einwilligung nicht DSGVO-konform. Streng genommen hätten die Testimonials gar nicht angezeigt werden dürfen, wenn jemand im Cookie-Banner auf „Ablehnen" klickt.
Mein eigenes Widget: Schriften liegen auf meinem eigenen Server. Kein Google-Kontakt, kein Consent-Problem, nichts zu verstecken.
Alle Unzulänglichkeiten, die dich je an einem Tool gestört haben, sind ab jetzt nur noch einen Prompt von der Lösung entfernt.
So gehen Profis an neue Software ran.
Gute Software entsteht nicht durch einen genialen Mega-Prompt, sondern durch ein Vorgehen, das Profi-Entwickler seit Jahrzehnten nutzen – und das du dir mit KI einfach ausleihen kannst. Fünf Schritte, immer im Kreis:
Dein unfairer Vorteil: Bau nach, was du kennst.
Die Tools, die du täglich nutzt – selbst als Kunde oder im Einsatz für deine Kunden – kennst du in- und auswendig. Du weißt längst, was fehlt, was nervt und was du anders machen würdest. Genau deshalb sind sie das perfekte erste Projekt: Du bist dein eigener erster Kunde – Schritt 1 und 2 bekommst du geschenkt.
Drei Phasen. Mehr nicht.
Welches Tool baust du – und woran erkennst du, dass es fertig ist?
Claude baut, du steuerst – ein Prompt nach dem anderen.
Online stellen, absichern, DSGVO – und fast nichts dafür zahlen.
Klarheit – welches Tool, und was heißt „fertig"?
Der größte Fehler wäre, einfach loszubauen. Zwei Fragen zuerst: Welches Tool lohnt sich? Und: Woran erkennst du, dass es fertig ist?
Nicht jedes Abo gehört ersetzt.
- Nervt dich regelmäßig – oder kostet viel für wenig
- Im Kern simpel – Daten rein, Anzeige raus
- Nur du (und deine Kunden) nutzen es
- Beispiele: Mitgliederbereich, Testimonial-Widget, interne Dashboards
- Viele Integrationen zu anderen Systemen
- Viele externe Nutzer mit Support-Bedarf
- Zahlungsabwicklung
- Buchhaltung & Steuer
- Newsletter-Versand (Zustellbarkeit!)
- Alles mit hohem rechtlichem Risiko
Zwei Wege zur Klarheit – such dir deinen aus.
Weg A · Du kennst das Tool schon
Du ersetzt etwas, das du selbst täglich nutzt? Dann hast du die Klarheit längst im Kopf – du weißt, was fehlt, was nervt, was bleiben soll. Schreib es einfach runter, Stichpunkte reichen. Die Fragen unten helfen.
Weg B · Du hast erst eine grobe Idee
Dann entsteht dein Briefing im Gespräch mit Claude: Starte im Plan-Modus, beschreib dein Problem – und lass dir Fragen stellen, statt allein auf ein leeres Blatt zu starren.
„Ich will [Tool ersetzen / Problem lösen]. Stell mir alle Fragen, die du brauchst, um genau zu verstehen, was ich wirklich brauche – eine nach der anderen, in einfachen Worten. Am Ende fasst du alles als Briefing zusammen: Must-haves, Nice-to-haves, und was bewusst wegbleibt. Noch nichts bauen."
Egal welcher Weg – am Ende sollte dein Briefing diese Fragen beantworten:
- Was ersetzt es? Welches Abo, welchen Workaround?
- Was muss es können? Die 3–5 Must-haves.
- Was wäre nett? Nice-to-haves für später.
- Was soll es NICHT können? Bewusst weglassen spart Wochen.
- Wer nutzt es? Nur du? Deine Kunden?
- Welche Daten stecken drin? Namen, E-Mails, Videos …
- Wie sieht ein typischer Tag damit aus? Einmal durchspielen.
- Was gefällt dir am alten Tool? Das darf bleiben.
Das Rezept, mit dem die KI arbeitet, bis es wirklich fertig ist.
Der Unterschied zwischen „die KI wurschtelt rum" und „die KI liefert" liegt in zwei Bausteinen – und die sind zusammen ein Traumpaar:
/goal – der Befehl
Mit /goal gibst du der KI ein Ziel statt einer Aufgabe. Der Clou dahinter: Claude setzt eine zweite, unabhängige KI als Prüfer ein. Nach jedem Arbeitsschritt checkt die, ob das Ziel wirklich erreicht ist. Wenn nicht, bekommt Claude die Kritik zurück – und legt von selbst nach. Schleife für Schleife, bis es passt.
Das Nachhaken, das du sonst von Hand machst („da fehlt noch was", „das geht immer noch nicht") – passiert hier automatisch. Dieselbe /goal-Systematik gibt's übrigens auch in Codex & Co.
Definition of Done – die Checkliste
Woran erkennen wir, dass es fertig ist? Eine Liste mit prüfbaren Punkten. Nicht „soll gut funktionieren", sondern „meine Kunden können sich einloggen und sehen nur ihre Kurse".
Und jetzt kommt's: Genau diese Checkliste gibst du hinter /goal als Ziel mit. Dann weiß nicht nur Claude, wohin – auch der Prüfer weiß exakt, was er abhaken muss.
„/goal Dein Ziel ist ein fertiger Mitgliederbereich mit Kursen, Modulen und Lektionen. Er ist erst fertig, wenn:
– meine Kunden sich einloggen und nur ihre eigenen Kurse sehen
– Videos sauber auf Handy und Desktop laufen
– der Fortschritt (angesehene Lektionen) gespeichert wird
– ich Zugänge vergeben und wieder entziehen kann.
Was ich nicht will: Zahlungsfunktionen – Zugänge vergebe ich selbst."
Pro-Tipp: Pack vorne so viel rein wie möglich.
Je mehr Klarheit du dem /goal-Auftrag mitgibst – dein komplettes Briefing, Beispiele, gern sogar Screenshots von Tools, deren Aufbau dir gefällt – desto weniger Schleifen muss die KI überhaupt drehen. Klarheit vorne spart Kreise hinten. Gerade als Anfänger bist du damit am Ende schneller, als alles in Mini-Häppchen zu prompten.
Bauen – Claude baut, du steuerst.
Jetzt wird aus deinem Briefing ein echtes Tool. Deine Rolle dabei: beschreiben, anschauen, nachjustieren. Nicht: programmieren.
Lass dir erst den Plan geben.
Den Plan-Modus kennst du schon von deinem Briefing (Weg B) – beim Bauen zahlt er sich gleich noch einmal aus: Bevor irgendetwas entsteht, schlägt Claude dir den Bauplan vor. Du liest ihn, stellst Fragen, streichst raus – und gibst dann erst grünes Licht. So behältst du die Kontrolle, ohne eine Zeile Code zu verstehen.
Ein Auftrag nach dem anderen. Keine Verzweigungen. Kein Versions-Wirrwarr.
- Die goldene Regel aus meinem Website-Workshop gilt auch hier: linear arbeiten.
- Linear heißt: ein Auftrag läuft – nicht drei parallel. Wie groß der Auftrag sein darf, entscheidet dein /goal-Paket: Mit sauberem Briefing kann Claude auch mehrere Must-haves am Stück abarbeiten.
- Läuft etwas schief: einfach sagen, was du wolltest. Claude rollt zurück.
Der Übergabe-Trick für lange Bau-Sessions.
Lange Chats werden irgendwann zäh – und wer viel baut, stößt auch mal ans Nutzungs-Limit oder wird zwischendurch auf ein kleineres Modell heruntergestuft. Der Trick: Session sauber beenden, Wichtiges sichern lassen, frisch weitermachen.
„Ich würde diesen Durchgang gerne beenden. Bitte speichere alles Wichtige im Projekt und an allen sonstigen Stellen ab – und gib mir einen kurzen Prompt, mit dem ich in einem neuen Chat die Arbeit mit allen wichtigen Informationen wieder aufnehmen kann."
Danach den Chat mit /clear zurücksetzen, den erhaltenen Übergabe-Prompt einfügen – und du machst mit frischem Kopf (und wieder mit dem großen Modell) genau da weiter, wo du warst. Es gibt dafür auch fertige Skills – frag mich gern in der Community danach.
Das schauen wir uns jetzt live an.
Genau so entstanden – mit /goal + Definition of Done, Plan-Modus und linearem Arbeiten – ist meine Kursplattform. Das zeige ich dir jetzt von innen:
Für meine Kunden
- Login – schlicht, ohne Schnickschnack
- Kurse → Module → Lektionen
- Video-Player, läuft auf Handy & Desktop
- Fortschritt wird automatisch gespeichert
- Hell- und Dunkel-Modus (weil ich's wollte – ein Prompt)
Für mich (Admin)
- Kurse anlegen, Videos hochladen
- Zugänge vergeben und entziehen
- Videos werden automatisch transkribiert
- KI-Suche über alle Kursinhalte – die Suche findet die Stelle im Video
- Titel & Beschreibungen schreibt die KI aus dem Transkript
Zwei Gratis-Erweiterungen, die alles verändern.
Claude lässt sich erweitern – mit Plugins und Skills, die andere schon gebaut und verschenkt haben. Diese zwei nutze ich selbst bei jedem Projekt. Beide kostenlos, beide in zwei Minuten installiert.
Superpowers – das Profi-Vorgehen, fest eingebaut.
Erinnerst du dich ans Mindset von vorhin – Idee, klare Vorstellung, Plan, kleine Schritte, Testen? Superpowers baut genau dieses Vorgehen fest in Claude ein. Nach der Installation arbeitet Claude wie ein erfahrener Entwickler: stellt dir erst Fragen, schreibt dann einen Plan, baut in kleinen Schritten, testet selbst – und geht Fehlern systematisch auf den Grund, statt einfach drauflos zu coden.
Warum ich's liebe
- Du musst das Profi-Vorgehen nicht selbst können – es passiert automatisch.
- Bei jedem neuen Projekt führt dich Claude erst durch die richtigen Fragen, bevor gebaut wird.
- Mein Mitgliederbereich ist genau mit diesem Workflow entstanden.
So installierst du's
In der Claude-App: das Plugin-Verzeichnis öffnen (über das +-Menü am Eingabe-Feld → Plugins), nach „Superpowers" suchen, installieren. Fertig.
Im Terminal / in VS Code: ein Befehl:
Mehr Infos: github.com/obra/superpowers
UI/UX Pro Max – damit dein Tool nicht „selbstgebaut" aussieht.
Der häufigste Einwand gegen Selberbauen: „Das sieht am Ende doch nie so gut aus wie ein gekauftes Tool." Dieser Skill räumt damit auf. Er gibt Claude echtes Design-Wissen mit: über 50 Design-Stile, 161 Farbpaletten, 57 Schrift-Kombinationen und 99 UX-Regeln. Claude wählt daraus, was zu deinem Projekt passt – und dein Tool sieht aus wie vom Designer.
Genau genommen ist das übrigens kein Plugin, sondern ein Skill – ein Ordner voller Design-Wissen, den Claude liest, sobald es ums Aussehen geht. Was der Unterschied ist, klären wir gleich unten.
Mein Tipp für den Start
Gleich im ersten Prompt dazusagen:
„Nutze den UI/UX-Pro-Max-Skill und erstell mir zuerst ein Design-System für mein Tool – passend zu meiner Marke."
So installierst du's
In der Claude-App: am einfachsten beauftragst du Claude selbst damit:
„Installiere mir bitte den UI/UX-Pro-Max-Skill von github.com/nextlevelbuilder/ui-ux-pro-max-skill in meinen persönlichen Skills-Ordner – und sag mir danach, was ich jetzt Neues kann."
Alternativ findest du Skills in der App unter Einstellungen → Anpassen → Fähigkeiten – da kannst du sie auch von Hand hochladen. (Die Menüs verschieben sich gelegentlich – im Zweifel: frag Claude.)
Im Terminal / in VS Code: zwei Befehle:
Mehr Infos: github.com/nextlevelbuilder/ui-ux-pro-max-skill
Wo das passiert – je nachdem, wo du Claude nutzt.
Du brauchst dafür keinen App-Store und keine extra Website. In der Claude-App öffnest du das Plugin-Verzeichnis über das +-Menü am Eingabe-Feld – oder du sagst Claude einfach im Chat, was installiert werden soll. Im Terminal und in VS Code tippst du /plugin ins Eingabe-Feld – das sieht dann so aus:
Egal welcher Weg: Einmal installiert, stehen die neuen Fähigkeiten in jedem deiner Projekte bereit. Und wenn du unsicher bist, frag Claude selbst: „Wie installiere ich hier bei mir ein Plugin?"
Moment – Plugin, Skill … was ist eigentlich der Unterschied?
Ein Skill ist ein Wissenspaket: ein Ordner mit Anleitungen, den Claude automatisch liest, sobald das Thema dran ist. Skills liegen einfach als Dateien in deinem Skills-Ordner – wie ein Rezeptbuch im Regal. UI/UX Pro Max ist so ein Skill (ein sehr dickes Rezeptbuch für Design).
Ein Plugin ist die Verpackung drumherum: ein Installationspaket, das einen oder viele Skills (und mehr) enthalten kann und sich bequem über ein Verzeichnis installieren lässt. Superpowers ist so ein Plugin – eine ganze Bibliothek voller Arbeitsweisen-Skills.
Merksatz: Skills sind das Wissen, Plugins sind die Verpackung. Du musst dir den Unterschied aber nicht merken – installieren kannst du beides, und im Zweifel installiert Claude es für dich.
Was läuft bei mir eigentlich technisch?
Du musst das nicht verstehen, um dein Tool zu bauen – die Technik-Wahl lagerst du komplett an Claude aus. Aber für die Neugierigen: Das sind die vier Bausteine hinter meiner Plattform, und warum sie es geworden sind.
Das Grundgerüst der App – so etwas wie der Rohbau, in den alle Seiten, der Login und der Video-Player eingehängt werden.
Ehrliche Antwort: Claude hat es vorgeschlagen, ich habe abgenickt. Es ist das Standard-Werkzeug für Web-Apps, die KI kennt es in- und auswendig – und genau deshalb ist es die richtige Wahl. Du darfst diese Entscheidung genauso delegieren.
Das Gedächtnis der Plattform: Wer hat welchen Kurs, wer hat welche Lektion gesehen, wo darf wer rein? Auch Login und Suche kommen hier raus.
Kostenlos zu starten, schläft nicht nach ein paar Tagen Inaktivität ein (ein echtes Problem bei anderen Gratis-Datenbanken) – und die Daten liegen bei mir in der EU (Irland). Wichtig für die DSGVO.
Das Video-Hosting – meine Kursvideos laufen darüber so flüssig wie bei Netflix, egal ob am Handy im Zug oder am Desktop.
0 € Grundgebühr, ein großzügiges Gratis-Kontingent fürs Abspielen – und die Transkription ist gratis eingebaut. Genau daraus baut meine KI die Suche und die Beschreibungen.
Der Ort, an dem die Plattform „lebt" – damit meine Kunden sie unter meiner Adresse aufrufen können.
Kostenlos, weltweit schnell – und meine Website läuft da sowieso schon. Ein Anbieter weniger, um den ich mich kümmern muss.
Und wenn du jetzt denkst „schön für dich, aber woher soll ich wissen, was ich brauche?" – gar nicht. Das ist der Punkt:
„Ich will [dein Tool] bauen und bin kein Entwickler. Schlag mir die passenden Technik-Bausteine vor und begründe jede Wahl in einfachen Worten. Wichtig ist mir: möglichst kostenlos starten, Daten DSGVO-konform in der EU speichern – und dass du selbst richtig gut mit den Werkzeugen umgehen kannst, weil du sie am Ende bedienst, nicht ich."
Aber was, wenn die KI mir das „Falsche" vorschlägt?
Kann passieren – ist aber halb so wild. Frag einfach nach: „Was wären Alternativen, und warum hast du dich so entschieden?" Du bekommst eine ehrliche Abwägung. Und selbst wenn du später wechseln willst: auch ein Umzug ist am Ende … ein Projekt aus Prompts. Wichtiger als die perfekte Wahl ist, dass du überhaupt startest.
Betreiben – live gehen, absichern, fast nichts zahlen.
Ein Tool zu bauen ist die eine Sache. Es sicher und sauber zu betreiben die andere. Auch hier gilt: Claude macht die Arbeit – du musst nur wissen, wonach du fragst. Genau dafür ist dieser Abschnitt da.
„Und wenn ich alles kaputtmache?" – kannst du nicht.
Das ist die größte unausgesprochene Angst beim Selberbauen. Die Antwort ist entspannter, als du denkst – dank eines kostenlosen Dienstes, den Profis seit fast 20 Jahren nutzen: GitHub. Drei Begriffe, einmal in einfach:
mein-tool – hier baut Claude.Und nein – du musst dafür kein Git lernen. Claude macht die Schnappschüsse und das Zurückspulen für dich. Du richtest es einmal ein:
„Richte für mein Projekt bitte GitHub ein – als privates Repository, das nur ich sehen kann. Sichere den aktuellen Stand und ab jetzt automatisch nach jedem größeren Schritt. Und erklär mir einmal kurz und in einfachen Worten, wie ich im Notfall zu einer früheren Version zurückkomme."
Zwei Welten: deine private Vorschau – und die echte.
Solange du baust, läuft dein Tool nur auf deinem eigenen Rechner – auf einem sogenannten Development Server. Das ist deine private Vorschau unter einer Adresse wie localhost:3000: Nur du siehst sie, jede Änderung erscheint sofort – und es darf dort ruhig mal etwas kaputtgehen. Deine Kunden bekommen davon nichts mit. Die sehen nur den Live-Server, und dorthin kommt ausschließlich, was du ausdrücklich freigibst.
localhost:3000 – läuft nur auf deinem Rechner. Zum Bauen, Testen, Ausprobieren.dein-tool.de – die echte Welt, für deine Kunden. Nur geprüfte Stände.1 · Beim Bauen: Vorschau an
Praxis-Tipp: Claude stoppt den Development Server gern mal zwischendurch – oder vergisst nach einer Pause, ihn wieder anzuwerfen. Kein Problem, einfach neu anfordern:
„Starte bitte den Development Server und öffne mein Tool in Chrome, damit ich alles durchklicken und dir besseres Feedback geben kann."
2 · Wenn's passt: live schalten
Alle Punkte deiner Definition of Done laufen in der Vorschau? Dann geht der Stand in einem Rutsch zu GitHub (Sicherung) und auf den Live-Server:
„Die lokale Vorschau passt. Bitte sichere den aktuellen Stand auf GitHub und veröffentliche ihn dann auf dem Live-Server. Sag mir Bescheid, wenn alles online ist – und was ich dort einmal durchklicken sollte."
Und wie hängen GitHub und der Live-Server zusammen?
Gar nicht zwingend – und das ist völlig okay. Bei mir sind das zwei getrennte Schritte, die Claude einfach nacheinander erledigt: Der Schnappschuss geht zu GitHub (deine Zeitmaschine), und die fertige Version lädt Claude direkt von meinem Rechner zum Hosting-Anbieter hoch – bei mir Cloudflare. Vorteil: schön simpel, und live geht wirklich nur, was ich ausdrücklich freigebe.
Es geht auch automatisch: Du kannst dein GitHub-Repository direkt mit dem Hoster verbinden – dann wird jeder gesicherte Stand von selbst veröffentlicht. Ein Schritt weniger, aber Vorsicht: Auch ein halbfertiger Schnappschuss geht dann sofort live. Für den Anfang empfehle ich meinen Weg – umsteigen kannst du später jederzeit, frag einfach Claude.
Die komplette Schritt-für-Schritt-Strecke fürs allererste Veröffentlichen (Hosting-Konto, Domain, API-Token) habe ich im Website-Workshop-Handout beschrieben – sie ist für Tools exakt dieselbe.
Lass echte Menschen testen – und mach aus Feedback einen Prompt.
Für dein eigenes Tool bist du irgendwann betriebsblind. Der schnellste Weg zu richtig guter Software: Gib sie früh jemandem, der sie ehrlich benutzt.
Ich habe Judith aus meiner Community den kompletten Code meines Mitgliederbereichs gegeben.
Sie hat ihn ausprobiert – und mir eine Liste mit richtig gutem Feedback geschickt.
Ich habe ihre Nachricht kopiert und Claude einen Prompt gegeben: „Hier ist Judiths Feedback – bau ein, was sie schreibt. Das ist gut."
Ergebnis: Die Plattform wurde besser. Für mich – und für alle meine Kunden, die sie nutzen.
„Hier ist Feedback von einer echten Nutzerin: [einfügen]. Geh es Punkt für Punkt durch: Sag mir kurz, was du umsetzen würdest und ob irgendwo etwas dagegenspricht – und dann bau die sinnvollen Punkte ein."
Der Sicherheits-Check – bei Tools noch wichtiger als bei Websites.
Eine Website zeigt Inhalte. Dein Tool verwaltet Kundendaten und Logins – da muss der Check gründlicher sein. Die gute Nachricht: Es bleibt ein Prompt.
„Bitte mach ein gründliches Sicherheits-Audit meines Tools – so, als wärst du ein bezahlter Sicherheitsprüfer.
Das Wichtigste zuerst: die Zugriffsrechte. Kann ein eingeloggter Kunde an Daten kommen, die ihm nicht gehören – zum Beispiel die Kurse oder den Fortschritt eines anderen Kunden? Kann jemand ohne Login an Inhalte kommen, die geschützt sein sollten?
Dann: Sind irgendwo geheime Schlüssel oder Passwörter im Code gelandet? Nutzen wir irgendwo veraltete Bausteine mit bekannten Sicherheitslücken? Sind die Formulare und Schnittstellen gegen typische Angriffe geschützt?
Erklär mir am Ende in einfachen Worten, was du gefunden und was du gefixt hast – und wo ich dranbleiben sollte."
Warum sind Zugriffsrechte der wichtigste Punkt?
Weil das der Unterschied zwischen „peinlich" und „Datenschutz-Vorfall" ist. Wenn Kunde A durch eine simple Änderung der Web-Adresse die Daten von Kunde B sehen kann, hast du ein echtes Problem – und genau diese Sorte Fehler passiert beim schnellen Bauen am leichtesten. Deshalb: nach jedem größeren Umbau einmal gezielt danach fragen.
DSGVO für dein eigenes Tool – die Kurzliste.
Das Schöne am Selberbauen: Du entscheidest, wohin Daten fließen – und kannst Probleme abstellen, statt auf einen Anbieter zu warten. Worauf du achten solltest (keine Rechtsberatung):
Und was kostet der Betrieb?
- > 1.000 € pro Jahr, Tendenz steigend
- Wunsch-Features hinter der nächsten Abo-Stufe
- DSGVO-Verhalten des Anbieters = dein Risiko
- Hosting: 0 € · Datenbank: 0 € · Video: 0 € Grundgebühr
- Läuft in den Gratis-Kontingenten, bis richtig Traffic kommt
- Dein KI-Abo hast du sowieso schon
Ganz ehrlich: Wo können doch Kosten entstehen?
Wenn dein Tool wächst, wachsen die Kontingente mit – vor allem Video-Streaming kostet ab nennenswerter Nutzung Geld. Aber selbst dann redest du über einen Bruchteil des alten Abos, und du zahlst nur, was du wirklich nutzt.
Und ein Geständnis: Ich habe es einmal geschafft, mit einem schlecht gebauten Hintergrund-Job das Gratis-Kontingent meiner Datenbank zu sprengen. Der Fix? Ein Prompt: „Warum verbraucht meine Datenbank plötzlich so viel – finde die Ursache und behebe sie." Seitdem: Ruhe. Auch Betriebsprobleme löst du per Prompt.
Wie du auf alle zukünftigen Fragen selbst eine Antwort findest.
Merkst du das Muster? Egal ob Technik-Wahl, Sicherheit oder DSGVO – die Antwort war nie „das musst du wissen", sondern immer „das musst du fragen". Das ist die eigentliche Superkraft.
Ich wollte einen Mitgliederbereich bauen – hatte aber keine Ahnung, welche Bausteine ich brauche.
Also habe ich Claude gefragt: „Was brauche ich alles, um so etwas zu bauen?"
Antwort: eine Liste mit Optionen für Datenbank, Video-Hosting und Hosting – mit Vor- und Nachteilen.
Nächste Frage: „Was würdest du mir empfehlen – möglichst kostenlos, EU-Datenhaltung, und du musst gut damit arbeiten können?"
Antwort bekommen, abgenickt, losgebaut. Zeit von „keine Ahnung" bis „Entscheidung getroffen": ein paar Minuten.
„Was sind meine Optionen für X?" – du bekommst eine Liste, statt nur eine Antwort.
„Was würdest du mir empfehlen – und warum?" Das macht aus einer Liste eine Entscheidung.
„Ich weiß nicht, was eine Datenbank ist. Bitte erklär's mir." Die KI hat unendlich Geduld – nutze sie.
Und manchmal ist die beste Antwort … ein Mensch.
Die KI ist dein erster Ansprechpartner – aber nicht dein einziger. Manche Perlen findest du nur über die Erfahrung anderer Menschen. Bestes Beispiel: meine Datenbank.
Fragst du die KI nach einer Datenbank, schlägt sie dir fast immer denselben Standard vor (bei mir: Supabase). Solide Wahl – aber eben die Standard-Antwort.
Ein paar Wochen vorher hatte ich aber in einem YouTube-Video gehört, wie ein anderer Coach von Convex schwärmte. Ich hab's mir notiert.
Als es so weit war, habe ich Claude gefragt: „Was hältst du von Convex für mein Projekt – ehrlich, im Vergleich?"
Antwort, sinngemäß: „Ehrlich gesagt – für das, was du vorhast, ist Convex sogar die bessere Wahl." Genommen. Läuft bis heute.
Die Lektion: Nicht alles muss die KI allein entscheiden. Tipps von Menschen, die schon gebaut haben, sind Gold – und die KI ist perfekt darin, so einen Tipp für deinen konkreten Fall zu prüfen.
Deine Workshop-Ressourcen.
Diese Seite
Bleibt online. Lesen, scrollen, jederzeit als Spickzettel nutzen – inklusive aller Prompts zum Kopieren. Den Link kannst du teilen.
Das Prompt-Rezept
/goal + Definition of Done als Vorlage für dein erstes eigenes Tool-Projekt – einfach die Beispiel-Prompts von dieser Seite anpassen.
Die Aufzeichnung
Kommt wie immer in unsere Community – dort kannst du auch deine Fragen stellen, wenn du beim Bauen nicht weiterkommst.
Das Starter-Template für deinen Online-Bereich (VIP)
Du willst nicht bei null anfangen? Als VIP bekommst du von mir das komplette Starter-Template meines Mitgliederbereichs via GitHub – genau die Plattform, die du heute von innen gesehen hast. Damit sparst du dir die ersten Bautage komplett. Du bist schon VIP oder willst jetzt upgraden? Dann schreib mir einfach eine kurze PN in Skool – und du bekommst den Zugang.
Welches Abo
ersetzt du zuerst?
Such dir das Tool aus, das dich am meisten nervt. Schreib dein GOAL und deine Definition of Done. Und dann: beschreib es der KI.
Wenn du nicht weiterkommst – frag. Die KI, oder mich in der Community.