Wie Goldman Sachs Claude einsetzt und wie du dir dasselbe System als Solo-Unternehmer baust

Von Ernst Neumeister · Lesezeit ca. 14 Minuten

Goldman Sachs arbeitet mit Claude. Nicht, um E-Mails zu formulieren oder Fragen zu beantworten, sondern um ganze Abläufe abzuarbeiten: Buchhaltung, die Prüfung neuer Kunden, das Abgleichen von Daten über mehrere Systeme hinweg. Das hat CNBC im Februar 2026 berichtet, und es zeigt den Unterschied, der gerade zwischen zwei Sorten von KI-Nutzern entsteht.

Die meisten benutzen KI wie einen Chatbot: Frage rein, Antwort raus, Fenster zu. Die größten Firmen der Welt benutzen sie wie einen Mitarbeiter: mit einer klaren Aufgabe, einem Gedächtnis, Zugriff auf die nötigen Werkzeuge und einem Menschen, der am Ende freigibt.

Das Gute: Das Prinzip dahinter ist für dich als Coach, Berater oder Solo-Unternehmer genau dasselbe. Nur eine Nummer kleiner. Auf dieser Seite habe ich aufgeschrieben, was über Goldmans Einsatz öffentlich bekannt ist, welches Prinzip dahintersteckt, und wie ich dieselben drei Abläufe in meinem eigenen Business mit Claude laufen lasse: mit den Werkzeugen, den Schritten und pro Ablauf einem fertigen Prompt zum Kopieren.

Was bei Goldman öffentlich bekannt ist

Vorweg, damit wir sauber bleiben: Goldman veröffentlicht keine Prompts und keine internen Abläufe. Alles, was öffentlich bekannt ist, stammt aus einem CNBC-Bericht vom 6. Februar 2026 (Hugh Son im Gespräch mit Goldmans Technik-Chef Marco Argenti) und aus Folgeberichten, zum Beispiel bei American Banker. Das steht dort:

Ein Detail aus dem Bericht finde ich besonders schön: Angefangen hat Goldman mit einem KI-Programmierer für die eigenen Entwickler. Erst dabei fiel auf, dass Claude auch in ganz anderen Teilen der Bank arbeiten kann. Genau diesen Moment erleben gerade viele Solo-Unternehmer: Man holt sich KI für eine Sache und merkt, dass sie einen ganzen Ablauf übernehmen könnte.

Das Prinzip dahinter: Chatbot oder Mitarbeiter

Zieh das Bank-Vokabular ab, dann bleiben vier Bausteine übrig. Sie sind bei Goldman dieselben wie bei mir, nur die Größenordnung unterscheidet sich:

KI als Chatbot KI als Mitarbeiter
Aufgabe Beantwortet eine Frage nach der anderen. Arbeitet einen klar umrissenen Ablauf ab, jedes Mal gleich.
Gedächtnis Vergisst alles, sobald das Fenster zu ist. Kennt dein Business: Kunden, Regeln, Tonfall, Sonderfälle. Liegt in einem Ordner, den er lesen darf.
Werkzeuge Kann nur Text ausgeben. Darf E-Mails lesen, den Kalender prüfen, Tabellen öffnen, Dateien anlegen.
Kontrolle Du kopierst die Antwort irgendwohin und hoffst, dass sie stimmt. Legt dir ein Ergebnis zur Freigabe vor. Du entscheidest, dann wird ausgeführt.
  1. Ein klar umrissener Ablauf. Wiederkehrend, regelbasiert, mit klaren Kriterien. Nicht „mach mein Marketing“, sondern „gleiche jede Buchung mit einem Beleg ab“. Genau solche Aufgaben hat sich Goldman ausgesucht, und genau solche solltest du dir aussuchen.
  2. Ein Mitarbeiter mit Gedächtnis. Bei mir ist das ein Ordner voller Textdateien: wer meine Kunden sind, wie ich schreibe, welche Regeln gelten, was beim letzten Mal schiefging. Claude liest ihn, bevor er loslegt. Deshalb muss ich nichts zweimal erklären.
  3. Zugriff auf Werkzeuge. Postfach, Kalender, Rechnungstool, Dateien. Ohne Zugriff bleibt jede KI ein Chatbot, egal wie schlau sie ist.
  4. Freigabe durch einen Menschen. Der Agent bereitet vor, du entscheidest. Bei Goldman ist das Pflicht. Bei dir ist es die Versicherung gegen die peinliche Mail an den falschen Kunden.

Eine Nummer kleiner: die drei Abläufe für dein Business

Goldman hatte sechs Monate lang Anthropic-Ingenieure im Haus. Du hast Claude und einen Nachmittag. Das reicht, weil deine Abläufe kleiner sind, nicht anders. Ich zeige dir die drei, die bei mir laufen. Sie entsprechen ziemlich genau den Bereichen aus dem Bericht, und es sind dieselben Abläufe, die ich auch mit meinen Kunden aufsetze:

Die Werkzeuge, die du für alle drei brauchst:

Ablauf 1: Rechnungs- und Bankabgleich

So sieht das bei mir aus: Meine Vorbuchhaltung läuft über einen Claude-Skill. Einmal im Monat exportiere ich die Kontoauszüge meiner Konten und Karten als CSV-Dateien (eine Tabelle, die jede Bank zum Herunterladen anbietet). Claude gleicht jede einzelne Buchung gegen die Belege in meinem Rechnungstool ab (bei mir Lexoffice) und listet mir auf, wo ein Beleg fehlt. Der Kontoauszug ist dabei die einzige Wahrheit: Was auf dem Konto passiert ist, braucht einen Beleg, auch die 23 Cent von Google. Ich gehe die Lückenliste durch, gebe frei, und erst dann wird gesucht, hochgeladen und abgelegt. Aus „einen Nachmittag Belege suchen“ ist „eine Liste abnicken“ geworden.

Werkzeuge:

Ablauf:

  1. Kontoauszüge exportieren. Für den Monat aus jedem Konto und jeder Karte die CSV ziehen und in einen Ordner legen.
  2. Beleg-Liste holen. Aus dem Rechnungstool die Liste aller schon erfassten Belege des Monats exportieren (oder Claude direkt zugreifen lassen).
  3. Abgleichen. Claude nimmt jede Buchung und sucht den passenden Beleg nach Betrag, Datum und Anbieter. Jede Buchung landet in genau einer Spalte: Beleg da, Beleg fehlt, privat.
  4. Lückenliste mit Vorschlag. Für jede Lücke schreibt Claude, wo der Beleg vermutlich liegt: im Postfach, im Kundenkonto beim Anbieter, auf der Kartenabrechnung.
  5. Deine Freigabe. Du gehst die Liste durch. Erst dein OK löst den nächsten Schritt aus.
  6. Nacharbeit. Belege holen, ablegen, hochladen. Jede neue Regel („Anbieter X ist immer Kategorie Y“) wandert in die Regel-Datei, damit sie nächsten Monat schon gilt.

Kopiere den Prompt, ersetze die Angaben in eckigen Klammern, und gib ihn Claude:

Ich möchte, dass du mir bei meiner monatlichen Vorbuchhaltung hilfst. Ich bin kein Buchhalter, bitte erklär mir alles so, dass ich es ohne Fachwissen verstehe.

DAS BEKOMMST DU VON MIR
- Kontoauszüge als CSV-Dateien für den Monat [MONAT JAHR], sie liegen im Ordner [PFAD ZUM ORDNER].
- Die Liste aller Belege, die schon in meinem Rechnungstool [z. B. Lexoffice] erfasst sind (als CSV-Export oder über den direkten Zugriff, falls der eingerichtet ist).
- Meine Regel-Datei [PFAD ZUR DATEI]. Darin steht, welche Anbieter zu welcher Kategorie gehören, welche Buchungen privat sind und was in früheren Monaten schiefging.

SO ARBEITEST DU
1. Lies zuerst meine Regel-Datei komplett.
2. Der Kontoauszug ist die einzige Wahrheit: Jede Buchung darauf braucht einen Beleg, auch Cent-Beträge. Nichts überspringen, nichts runden.
3. Ordne jede Buchung genau einem Zustand zu: „Beleg vorhanden“ (mit Beleg-Nummer), „Beleg fehlt“ oder „privat“ (nur, wenn es so in meiner Regel-Datei steht).
4. Markiere bei jeder Buchung, ob es eine Einnahme oder eine Ausgabe ist. Bei Beträgen in Fremdwährung gilt der Euro-Betrag vom Konto, nicht der Betrag auf der Rechnung.
5. Erstelle eine Lückenliste: Für jeden fehlenden Beleg schreibst du Datum, Betrag, Anbieter und deinen Vorschlag, wo der Beleg vermutlich zu finden ist (Postfach, Kundenkonto beim Anbieter, Kartenabrechnung).
6. Zum Schluss eine Gegenzählung: Anzahl aller Buchungen = vorhanden + fehlt + privat. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, such den Fehler, statt zu schätzen.

WICHTIG
- Du lädst nichts hoch, änderst nichts im Rechnungstool und schickst keine E-Mails, bevor ich die Lückenliste freigegeben habe. Erst nach meinem ausdrücklichen „OK“ geht es weiter.
- Versuch Zuordnungen erst selbst (Anbietername, Betrag, Datum) und frag mich nur, wenn du wirklich nicht weiterkommst. Sammle offene Fragen und stell sie mir gebündelt am Ende, nicht einzeln zwischendurch.
- Wenn ich eine Zuordnung korrigiere, schlag mir vor, welche neue Regel dafür in die Regel-Datei gehört.

Zeig mir zuerst deinen Plan in drei Sätzen, dann leg los.

Ablauf 2: Kunden-Onboarding

So sieht das bei mir aus: Eine Anfrage kommt per Mail oder über ein Formular rein. Claude hat Zugriff auf mein Postfach und meinen Kalender. Er liest die Anfrage, prüft sie gegen meine Kriterien (Zielgruppe, Thema, Budget, passt die Person zu mir?), schreibt die Antwort als Entwurf in meinem Ton und legt zwei, drei freie Termine aus meinem Kalender dazu. Abgeschickt wird nichts, bevor ich es gesehen habe. Ich lese, ändere vielleicht einen Satz, klicke auf Senden. Aus zwanzig Minuten pro Anfrage sind zwei geworden.

Werkzeuge:

Ablauf:

  1. Anfrage erkennen. Neue Mails und Formular-Einträge, die nach einer Anfrage aussehen, werden erfasst: Name, Anliegen, Kontext.
  2. Prüfen. Claude hält die Anfrage gegen deine Kriterien und schreibt eine kurze Einschätzung: passt, passt nicht, unklar, jeweils mit Begründung.
  3. Antwort als Entwurf. Bei „passt“ die Willkommens-Mail in deinem Ton, bei „unklar“ gezielte Rückfragen, bei „passt nicht“ eine freundliche Absage.
  4. Termin vorschlagen. Claude liest deinen Kalender und legt zwei bis drei passende Zeiten bei (oder deinen Buchungslink).
  5. Deine Freigabe. Du liest den Entwurf, änderst, sendest. Claude schickt von sich aus nichts.
  6. Nachlauf. Neue Kundin in deine Übersicht eintragen, Termin bestätigen, Vorbereitungs-Notiz anlegen. Was du am Entwurf korrigiert hast, wandert in die Datei „Wunschkunde“ oder die Vorlagen.
Du hilfst mir ab jetzt bei neuen Kundenanfragen. Ich bin [DEIN BERUF, z. B. Coach für Führungskräfte] und bekomme Anfragen per E-Mail und über mein Kontaktformular.

DAS BEKOMMST DU VON MIR
- Zugriff auf mein Postfach und meinen Kalender. Du darfst lesen und Entwürfe anlegen, aber nichts versenden.
- Meine Datei „Wunschkunde“ [PFAD ZUR DATEI]: Wer passt zu mir, wer nicht, welche Fragen ich immer stelle, welche Preise gelten.
- Meine Vorlagen [PFAD ZUM ORDNER]: Willkommens-Mail, Absage, Fragen vor dem Erstgespräch. Schreib in genau diesem Ton.

SO ARBEITEST DU, WENN ICH „NEUE ANFRAGEN“ SAGE
1. Suche im Postfach der letzten [7] Tage nach Nachrichten, die eine Anfrage sind: Jemand will mit mir arbeiten, ein Gespräch oder ein Angebot. Newsletter und Werbung ignorierst du.
2. Fasse jede Anfrage in drei Zeilen zusammen: Wer schreibt, was will die Person, was ist der Kontext.
3. Prüfe sie gegen meine Datei „Wunschkunde“ und gib eine Einschätzung: „passt“, „passt nicht“ oder „unklar“, jeweils mit einem Satz Begründung.
4. Schreib für jede Anfrage einen Antwort-Entwurf. Bei „passt“: die Willkommens-Mail plus zwei bis drei konkrete Terminvorschläge aus meinem Kalender (werktags, [9 bis 17 Uhr], mindestens 30 Minuten Abstand zu anderen Terminen). Bei „unklar“: zwei bis drei gezielte Rückfragen. Bei „passt nicht“: eine freundliche, kurze Absage.
5. Leg die Entwürfe als Entwurf im Postfach ab und zeig mir eine Übersicht: Anfrage, Einschätzung, Betreff des Entwurfs.

WICHTIG
- Du versendest niemals selbst. Nicht bei „passt“, nicht bei Absagen, nie. Ich lese jeden Entwurf und schicke ihn selbst ab.
- Erfinde keine Fakten über mich, meine Preise oder meine Verfügbarkeit. Was nicht in meinen Dateien steht, lässt du weg oder fragst nach.
- Wenn ich einen Entwurf ändere, merk dir das Muster und schlag mir vor, was davon in die Datei „Wunschkunde“ oder in die Vorlagen gehört.

Starte mit einer Testrunde über die letzten [7] Tage und zeig mir die Übersicht.

Ablauf 3: Monats-Auswertung

So sieht das bei mir aus: Am Monatsanfang lasse ich Claude die Zahlen aus meinem Rechnungstool, meiner E-Mail-Liste (Kit) und meiner Community (Skool) zusammenziehen: Umsatz, offene Rechnungen, neue Abonnenten, Abmeldungen, neue Mitglieder. Er vergleicht mit dem Vormonat, nennt mir die Auffälligkeiten und stellt mir drei Fragen, die ich mir selbst nicht gestellt hätte. Kein Dashboard, das ich nie öffne, sondern eine Seite Text, die ich in fünf Minuten gelesen habe.

Werkzeuge:

Ablauf:

  1. Zahlen einsammeln. Pro Quelle die Monatszahlen exportieren oder von Claude abrufen lassen.
  2. Vergleichen. Claude stellt jede Zahl neben den Vormonat und das Jahresziel.
  3. Auffälligkeiten benennen. Was ist deutlich gestiegen oder gefallen, was ist zum ersten Mal passiert, wo droht etwas (offene Rechnungen, sinkende Öffnungsrate)?
  4. Drei Fragen. Claude formuliert drei Fragen, die du dir für den nächsten Monat stellen solltest. Fragen, keine Ratschläge.
  5. Ablegen. Die Auswertung wandert in den Gedächtnis-Ordner. Nächsten Monat vergleicht Claude damit.
Bitte erstell mir meine Monats-Auswertung für [MONAT JAHR]. Ich bin [DEIN BERUF] und will in fünf Minuten wissen, wie mein Monat wirklich lief.

DAS BEKOMMST DU VON MIR
- Die Zahlen aus meinen Werkzeugen (als CSV-Export oder über den direkten Zugriff): Rechnungstool (Umsatz, offene Rechnungen), E-Mail-Tool (Abonnenten, Abmeldungen, Öffnungsrate), Community oder Kundenliste (neue und gekündigte Mitglieder), Kalender (Anzahl Erstgespräche und Kundentermine).
- Meine Ziel-Datei [PFAD ZUR DATEI] mit den Jahreszielen und den Auswertungen der letzten Monate.

SO ARBEITEST DU
1. Lies zuerst die Ziel-Datei und die letzte Monats-Auswertung.
2. Stell jede Kennzahl neben den Vormonat und neben das Jahresziel, als Tabelle mit den Spalten: Kennzahl, Vormonat, dieser Monat, Veränderung, Jahresziel.
3. Nenne höchstens fünf Auffälligkeiten: deutliche Sprünge nach oben oder unten, Dinge, die zum ersten Mal passiert sind, und Risiken (zum Beispiel offene Rechnungen, die älter als 30 Tage sind, oder eine sinkende Öffnungsrate). Schreib zu jeder Auffälligkeit, woran es liegen könnte, und kennzeichne Vermutungen klar als Vermutung.
4. Formuliere drei Fragen, die ich mir für den nächsten Monat stellen sollte. Keine Ratschläge, Fragen.
5. Schreib alles auf maximal eine Seite in einfacher Sprache. Keine Fachbegriffe ohne Erklärung.
6. Speichere die fertige Auswertung als Textdatei im Ordner [PFAD ZUM ORDNER] unter dem Namen „Auswertung [JAHR-MONAT]“, damit du nächsten Monat damit vergleichen kannst.

WICHTIG
- Rechne nichts hoch und erfinde keine Zahlen. Fehlt eine Quelle, schreib „keine Daten“ und lass die Zeile stehen.
- Prüf jede Summe einmal nach, bevor du sie aufschreibst.
- An den Quelldaten änderst du nichts. Nie.

Fang mit der Tabelle an.

Fünf Stolperfallen

Die habe ich alle selbst erlebt oder bei Kunden gesehen. Sie stecken zum Teil schon als Regeln in den Prompts, aber hier nochmal zum Nachschlagen:

  1. Die Freigabe nie weglassen. Auch dann nicht, wenn der Ablauf nach drei Monaten fehlerfrei läuft. Bei Goldman entscheidet am Ende ein Mensch, bei dir auch. Der Moment, in dem du den Freigabe-Schritt streichst, ist der Moment vor der peinlichen Mail an den falschen Kunden.
  2. Keine Kontodaten in fremde Tools. Zugangsdaten zum Online-Banking, Passwörter und Kartennummern haben in keinem Prompt und keinem Chat etwas verloren. Für den Bankabgleich reicht ein exportierter Kontoauszug. Und bevor Kundendaten durch einen Ablauf laufen, prüfst du, ob dein KI-Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet, und schließt ihn ab.
  3. Klein anfangen. Ein Ablauf, ein Monat, dann der nächste. Wer alle drei gleichzeitig baut, hat drei halbe Systeme und kein ganzes. Goldman hat mit zwei Bereichen angefangen, nicht mit zwanzig.
  4. Das Gedächtnis pflegen. Jede Korrektur, die du machst, gehört als Regel in den Gedächtnis-Ordner. Sonst machst du dieselbe Korrektur nächsten Monat wieder. Das ist der Unterschied zwischen einem Mitarbeiter, der lernt, und einem, der jeden Monat neu anfängt.
  5. Ergebnisse stichprobenartig prüfen. Auch nach der Freigabe: Nimm dir jeden Monat drei zufällige Buchungen, eine Antwort-Mail und eine Kennzahl und prüf sie von Hand nach. Nicht, weil Claude ständig Fehler macht, sondern weil du sonst irgendwann nicht mehr merkst, wenn er einen macht.

Häufige Fragen

Brauche ich Claude Code, oder reicht die normale Claude-App?

Für den Start reicht die App: Du lädst die CSV-Dateien hoch, fügst den Prompt ein und bekommst deine Liste. Sobald du willst, dass Claude selbst Dateien öffnet, in deinen Ordnern arbeitet und sich Abläufe als Skill merkt, ist Claude Code die bessere Wahl. Es läuft in einem Textfenster auf deinem Rechner und liest deine Dateien direkt. Bei mir laufen alle drei Abläufe darüber.

Ist das sicher mit meinen Bank- und Kundendaten?

Drei Regeln, und du bist auf der sicheren Seite: Erstens kein Zugang zum Online-Banking, nur exportierte Kontoauszüge. Zweitens Kundendaten nur mit einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit deinem KI-Anbieter (bei Anthropic gibt es den für geschäftliche Konten). Drittens siehst du alles, was der Agent tun will, vorher, weil er es dir zur Freigabe vorlegt. Genau deshalb steht die Freigabe in jedem der drei Prompts.

Wie lange dauert das, bis es läuft?

Ehrlich: Der erste Durchlauf von Ablauf 1 dauert einen Nachmittag, weil du die Regel-Datei aufbaust und Claude deine Sonderfälle beibringst. Ab dem zweiten oder dritten Monat läuft er in einer halben Stunde, inklusive deiner Freigabe. Meine eigene Vorbuchhaltung habe ich über mehrere Monatsläufe verfeinert. Die Regeln, die dabei entstanden sind, stecken schon im Prompt oben, du startest also deutlich weiter vorne als ich.

Sind das die Prompts von Goldman Sachs?

Nein. Die gibt es öffentlich nicht, und ich würde dir auch keine unterschieben. Die drei Prompts hier sind meine, gebaut nach demselben Prinzip: klarer Ablauf, Gedächtnis, Werkzeuge, Freigabe. Sie funktionieren, weil sie zu einem Solo-Business passen, nicht zu einer Investmentbank.

Läuft das bei Goldman schon im Alltag?

Laut CNBC steht Goldman noch am Anfang: Die Agenten wurden über sechs Monate gebaut und sollen „bald“ starten, ein Datum gab es nicht. Also kein fertiges Wundersystem, sondern eine Bank, die genau die Schritte geht, die du auch gehen kannst. Nur mit mehr Leuten.

Keine Lust, das selbst zu bauen?

Verständlich 😄 In meiner kostenlosen Community kannst du jederzeit in einen bezahlten Plan (Premium oder VIP) upgraden. Dann bekommst du meine fertigen Setups und Workflows, dieselben, mit denen meine eigenen KI-Agenten arbeiten, und Claude passt sie nur noch an dein Business an. Statt einen Nachmittag zu bauen, gehst du am selben Abend deine erste Lückenliste durch.

Und jetzt du

Goldman hat sechs Monate und ein Team von Anthropic gebraucht. Du brauchst Claude, einen Nachmittag und den ersten Prompt von oben. Fang mit dem Bankabgleich an, geh die erste Lückenliste durch, und schreib mir auf Instagram, wie viel Zeit du gespart hast. Ich freue mich ehrlich über jede Nachricht. ❤️

PS: Falls du über „Kommentiere GOLDMAN“ hierher gekommen bist – die DM kam von meinem selbstgebauten System. Wie du dir das baust, zeige ich dir in meiner kostenlosen Community: hier geht's direkt zum Video. 😉

Das Reel zur Anleitung

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